Tage wie dieser…

Ja, was ist mit Tagen wie diesem? Es ist 19.31 Uhr und bislang bekommt der Tag folgende Adjektive zugewiesen: anstrengend, schön, fröhlich, ermüdend, laut!

Einfach um mal einen Abriss zu geben, wie so ein Tag bei uns läuft, schreibe ich heute mal runter. Vielleicht hilft es dem ein oder anderen sich nicht allein zu fühlen und nach einem langen Tag noch etwas zu schmunzeln.

6.42: Klong! Klong! Klong! Aus dem babyphone kommen Klopfgeräusche. Ja, Klopfgeräusche! Klong! Malina haut mit ihrer Trinkflasche gegen die Gitterstäbe. Sowas wie ein rhythmisches klopfen zum langsam wach werden bevor nur einige Sekunden später ein lautes „maaamaaamaaamaaaamaaamamamama“ in mein Ohr dröhnt. Verdammt, ich muss dieses verdammte verkackte babyphone endlich mal leiser stellen wenn ich nachts vom Milch geben aus dem Kinderzimmer zurück komme. Ich tätschle meinem Mann zärtlich den Rücken. Haha, nein! Ich haue meinem Mann dreimal auf die Schulter: Schaaaaaaatz! Kannst du dich um sie kümmern bis 8? Ich hätte gerne mal noch eine Stunde Pause nachdem ich nun drei Tage lang komplett alleine vom ersten Klong bis zum letzten „Uääääääh“ zuständig war.

Mein Mann steht Gott sei dank auf. Ich lausche noch übers babyphone was er so treibt. Herrlich! Man könnte meinen ich räume jeden Tag die Schublade mit ihren Klamotten einmal komplett um und tausche noch die Hälfte gegen was anderes aus. Maaaaaan, warum ist das ein Langarmbody? Scheiße.. wo sind denn die kurzen? Maus, brauchst du ein tshirt über deinen Body? Ist egal, ich hab eh keine Ahnung wo deine Mutter die hier hingepackt hat. MALINA! Bleib liegen! Neeeeein Schatz, erst eine Windel. Tut mir leid aber der Body muss über deinen Kopf. Malina! Nicht auf alle viere! Malina! Du hast noch keine Hose an! Wo sind die verdammten kurzen Hosen? Egal!

7.15 Uhr: Irgendwann steht er mit Kaffee im Schlafzimmer und ich höre das Kind mit dem Trinkbecher fröhlich auf dem Hochstuhl rum hauen. Hunger! Macht mal hinne! Ich schnapp mir mein iPad und bin ein wenig schadenfroh dass ich heute nicht raus musste. iPad? Ach Mist, schön wärs! Morgen ist Feiertag und unser Essen reicht nicht bis Montag. Also, Block und Stift her: Essensplan und Einkaufszettel. Zwischendrin kommt mein Mann rein: was kann ich denn Malina zum Frühstück machen? Allein beim Schreiben seufze ich gerade… seit 5 Monaten isst das Kind morgens eine Scheibe Brot. Brot liegt im Schrank. Wurst und Käse im Kühlschrank. WAS ZUR HÖLLE IST DAS PROBLEM?

8.30 Uhr: Malina spielt, ich sitze inzwischen bei ihr, mein Mann ist zur Arbeit. Auf einmal geht das Augenreiben und Gähnen los. Nee, oder? Da haben wir jetzt zwei Wochen lang das Vormittagsschläfchen versucht aus dem Tag zu nehmen und dann das. Gut, Kind auf den Arm, ab ins Schlafzimmer. In der Sekunde in der ihr Kopf das Kissen berührt, geht die Sirene an. Ein Geschrei… Ich überlege kurzzeitig ob noch jemand von den Nachbarn im Haus ist dem ich das ggf kurz schreiben sollte (bringe sie nicht um, hab sie nur hingelegt) Nach 5 Minuten schmerzt mir das Ohr und ich bin es leid, sie offensichtlich gegen ihren Willen zu ihrem Bedürfnis zu zwingen. Also, auf zum einkaufen. Bevor das Geschrei sofort weiter geht, werfe ich Schlüssel und Handy in die Tasche, werfe mir ein Shirt über mein Stilltop (für einen BH reicht die Zeit nicht), Hose an, brüllendes Kind wieder hoch und Abmarsch. Im Auto stelle ich fest, dass ich meine Haare noch nicht gekämmt habe. Naja, egal. Hey ein Haargummi am Handgelenk: reicht! Blick nach hinten: pennt. WTF?

9.20 Uhr: ich stehe seit 15 Minuten im Auto auf dem Parkplatz während Püppi pennt. Handyzeit! Juhu!

9.30 Uhr: endlich im Laden. Was-ist-hier-los??? Auf den ersten Blick scheinen wir in einen Busausflug eines Seniorenheims geraten zu sein. Achso ja, Feiertag morgen. Da muss man samt Rollator jetzt zum einkaufen und wer keinen Rollator hat, steht halt mehr oder weniger dekorativ mit seinem Ehepartner im Weg herum und diskutiert darüber, wie schön doch diese Erdbeeren sind.

Erstmal eine Banane für Malina – netterweise gibt es die dort gratis für Kinder. Ich schiebe das mümmelnde Kind durch die Gänge wie bei Pacman nur dass ich keinem großen Kreis entrinnen möchte, sondern der dritten Art anwesender Senioren: den Schnalzomas! So dauert unser Einkauf leider aber auch fünf mal so lang, da ich permanent was vergesse bei meinen Ausweichmanövern. An der Wursttheke gibt es erstmal ein Stück Fleischwurst für Malina. Meistens ist sie mit ihrer Banane so lange beschäftigt, dass ich die Wurst essen kann: heute leider nicht. Die Banane fliegt auf den Boden kaum dass sie die Wurst erblickt. Fleeeeisch!! Okay, ich hab mich ja auch erst 548 mal gebückt heute, egal. Kein Mülleimer weit und breit: ach, auch egal. Ich werfe mir die angematschte Banane in den Mund, weiter geht’s. Sonst kommen wir nie hier raus!

11.00 Uhr: wir sind zuhause! Auf einem Arm das 11 Kilo Mädchen, in der anderen Hand der 10-Tages Einkauf (zumindest das, was gekühlt werden muss…) und ab in den zweiten Stock. Goliath-Mami 💪💪💪

11.30 Uhr: Mittagessen! Ein Stück Bratwürstchen für Malina, eins für den Boden. Wie gut, dass die Katze schon parat sitzt. Nur der Spargel, der im gleichen Prinzip gegessen/geworfen wird, bleibt liegen.

12.00 Uhr: Um 2 ist Krankengymnastik und sie muss fit sein. Sie reibt die Augen und gähnt: prima! Ziehe ihr den Schlafsack an und lege sie in ihr Bett: P-A-R-T-Y! Grrrr…fange an zu singen. Beeindruckt sie gar nicht. Sage ihr, ich gehe jetzt raus und komme wieder wenn sie was braucht. Haha… kaum draußen höre ich wie sie beim turnen mit dem Kopf gegens Bett donnert. Kreeeeeisch! Oh maaaaan, es ist schon gleich viertel nach 12: wir müssen maximal um 13.40 Uhr los! Also, Kind wieder raus aus dem Bett und entgegen aller Vorsätze sie zum schlafen nur noch in ihr Bett zu legen wieder ab ins Ehebett. Gleiches Szenario wie schon morgens: Geschrei! Nun gut, ich liege neben ihr und singe mir wieder einen Wolf. Nach 10 Minuten kapituliert sie und schläft ein. Hmpf… mir fällt ein, dass ich nix kurzes sauberes mehr zum anziehen habe. Na komm, ich Mauer sie mit Kissen und Wäschekörben hier ein und Nähe endlich fix den Ballonrock, den ich schon ewig vor mir her schiebe.

13:15 Uhr: das babyphone meldet Leben im Schlafzimmer. Bevor sie sich kamikazeartig kopfüber vom Bett stürzen kann, renne ich ins Zimmer wo sie schon fröhlich an der Kante sitzt. Juhu. Scheiße, und der Rock? Na komm, dann auf mit ins Arbeitszimmer. Da liegt ja genug rum das man untersuchen und ausräumen kann.

Soviel dazu. Noch zwei Nähte! Krrrrscht! Faden gerissen! Bis die overlock wieder eingefädelt ist, gehen locker 10 Minuten ins Land. Verdammt! Blick auf die Uhr: 13.37 -kacke!

14 Uhr: wir kommen total gehetzt zur Krankengymnastik. Malina in die Spielecke, ich falle auf eine der Bänke und betrachte mein eben schnell übergeworfenes Kleid, das auf einem meiner vorsortierten Wäscheberge obenauf lag. Oh, schön. Ich glaube das rote waren die Himbeeren neulich und das braune? Ich will es gar nicht wissen.. ich tippe auf braungematschte Banane aber wer weiß das schon noch… um 8 nach 2 stürmt unsere Physiotherapeutin um die Ecke, drückt mich zu meiner Freude und sagt: ihr standet um 13 Uhr heute drin. Ich hab jetzt einen Patienten.

Grrrr… da es unser letzter Termin ist, setzt sie alle Hebel in Bewegung während ich auf dem Boden versuche Malina bei Laune zu halten und ihr Tierstimmen vormache zu den Tieren im Bilderbuch. Sie kann uns danach einschieben! Super! Als wir fertig sind, habe ich mit ihr ein Spielplatzdate für die Zukunft ausgemacht (was mich so freut! Coole Mütter sind schwer zu finden!) und stelle mit Entsetzen fest, dass wir schon 15 Uhr inzwischen haben. Der Nachmittag ist irgendwie auch schon mal länger gewesen. Der Plan für den weiteren Nachmittag: bei Ikea was umtauschen und nebenan zum Spielzeugladen.

15.20 Uhr: auf dem Weg fällt mir ein, dass die IKEA Sachen zuhause liegen. Nun gut… umdrehen ist auch kacke, dann halt nur zum Spielzeugladen. Wir brauchen ein Reisebett! Ein Reisebett, einen Lauflernwagen, einen Spieltisch, ein Holzpuzzle, diverse Haarspangen und Haargummis und ein Set Bettwäsche später, sitzen wir wieder im Auto. Während ich so vor mich hin sinniere ob wir vielleicht nochmal beim Spielplatz halt machen sollten, knackt Malina hinten ein. Hmpf…Ich sitze zwar ganz gerne im Auto vor unserem Haus wenn sie schläft, da das WLAN bis unten reicht, aber bei 31 grad ist man nachdem der Motor und damit die Klima aus ist, binnen 2 Minuten in einer finnischen Sauna. Ich drehe also noch 2,3 runden durchs Ort bis sich hinten wieder was regt.

16 Uhr: noch 2 Stunden bis mein Mann kommt und ich ihm das Kind abdrücken kann. Ich schleppe 11 Kilo Kind und Lauflernwagen in den 2. Stock, bau das gute Stück fix auf während die Katze versucht sich möglichst intensiv an mir zu reiben. Ach verdammt, die haben ja auch Hunger! Mit Blick auf mein Kleid wird mir auch bewusst, dass ich noch nicht eine einzige der drei angepeilten Ladungen Wäsche gewaschen habe. Okay, der Reihe nach. Während Malina abwechselnd Laufwagen und Katze malträtiert, versuche ich Herr über das Chaos zu werden. Was isst sie da? Aaaaach verdammt, ich hab vorhin die bratwürstchen und den Spargel vergessen aufzuheben.

17 Uhr: ich bin stolz auf mich! Wäsche abgehangen, aufgehangen und neue aufgestellt, Küche ist wieder ordentlich und es sieht nur noch halb so chaotisch aus. Hey, total verrückte Idee: ich setze mich jetzt mal kurz an den Tisch und schaue mal was sonst so gerade auf der Welt passiert. Ich sitze 2 Minuten als Malina an mir vorbei robbt. Moment! Den Geruch kenne ich! Ab zum Wickeltisch. Leider trifft der Spruch mit de, Toast und der Marmeladenseite auch auf vollgekackte Windeln zu. Juhu! Kaum könnte ich mich wieder hinsetzen, geht der Alarm los. Malina hat irgendwas. Nur was? Ach Mensch, Abendessen!! Mittag war um 12 und bis auf ne halbe Banane hat sie seither nix gegessen…

17.45 Uhr: Kind ist satt, der Boden auch und da es momentan belustigend ist, Mami auch Essen in den Mund zu stecken, bin ich auch etwas gesättigt. Wäre eine tolle Diät: man isst nur, was das Kind übrig gelassen hat, denke ich mir während ich mit Inbrunst auf den Boden gefeuertes Milchbrötchen in meinen Mund schiebe. Die Kröte hat sich derweil unbemerkt auf die Katze gestürzt, die sich gegen die alltäglichen Misshandlungen zum ersten Mal zur Wehr setzt und dem Kind (ich muss leider sagen echt verdient) mal eine wischt. Nur leicht! Aber genug um wieder los zu schreien. Aaaaaah… wann kommt mein Mann? Blick aufs Handy: hat jetzt Feierabend aber fährt noch Getränke holen. Hmpf…

18.15 Uhr: Kind nölt, Mami hat trotz immer noch 29 grad Außentemperatur die Kaffeemaschine angeschmissen. Letzte Jokerkarte: Videoanruf bei Oma! Kind strahlt und erzählt lautstark. Meine Mutter hat wohl irgendwas gutes gekocht gestern. Was? Keine Ahnung. Ich frag sie demnächst nochmal…

18.30 Uhr: ich stehe hufescharrend am Fenster und hypnotisiere den leeren Parkplatz neben meinem Auto, als das Auto von meinem Mann endlich einbiegt. Feierabend!!

Naja…nicht so ganz… das Kind hat inzwischen eine Serviette irgendwo gefunden und in ca. 2000 Einzelteile zerrissen und damit eine Spur a la Hänsel und Gretel durch die halbe Wohnung gelegt. Milchpulver muss auch aufgefüllt werden. Die Wäsche wartet immer noch in der Maschine. Meine Freundin habe ich schon wieder nicht angerufen. Meine Oma hätte gerne dass ich ihr Einladungskarten zum 80. Geburtstag bastle im Internet. Zu Abend gegessen haben wir noch nicht. Im Arbeitszimmer liegt noch das Chaos rum.

Ihr wartet auf „aber wenn sie eeeeeinmal lächelt ist alles wieder gut“ oder auf „aber das ist es aaaaalles wert“ oder sonstige Plattitüden. Nö! Tag war anstrengend. Kind schläft und ich trinke erstmal ein Glas Sekt. In der Flasche blieb beim einschenken noch ein kleiner Rest. Den habe ich dann auch noch aus der Flasche getrunken: jetzt ist’s auch egal 🥂😎

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Something about music…

Heute im Auto habe ich nach längerer Zeit mal wieder vom Radio auf meine Playlist im Handy gewechselt und bin von einem emotionalen hoch ins nächste tief gerauscht, hab geweint, gelacht und des Öfteren meinem arm halb ausgerenkt weil der Wunsch, den Kopf meiner Tochter zu streicheln, so groß war!

Musik begleitet, verbindet, tröstet, frustriert, gibt Kraft, verstärkt einfach alle Gefühle!

Ich versuche mal ein paar Lieder zusammen zu tragen, die mich -manche noch relativ frisch, manche schon gefühlt ewig- begleiten. Alle verschieden, bei einigen kommt direkt die Frage auf, ob ich noch bei Sinnen bin aber alle haben ihren Platz in meinem Leben – einige in der Vergangenheit, einige in der Gegenwart und alle bestimmt in der Zukunft.

Ich starte mal ohne bestimmte Reihenfolge; einfach wie es mir einfällt:

1) Miley Cirus – Malibu

Dieses Lied ist für mich das Lied zum letzten Sommer. Es hat mich mit allen Facetten berührt und erinnert mich an die vielen Stunden, die ich mit meiner Freundin und den beiden Babys am Mainufer auf der Wiese lag und die vielen Stunden, die ich mit Malina durch Wald und Wiesen gestapft bin bis in den späten Herbst…

2) Kate Nash – Birds

Ein total verrücktes Lied, aber in seiner tieferen Wahrheit ein wunderschönes Lied über Liebe. Ich habe es kurz vor unserer Hochzeit rauf und runter gehört und mag es immer noch.

3) Rolling Stones – Paint ist Black

Eigentlich ist es das Lied von meinem Exfreund und mir, doch es spricht mich auf einer ganz speziellen Ebene an, die ihn längst vergessen hat aber so ein ganz bestimmtes besonderes Gefühl taucht jedes Mal auf…

4) Colbie Callait – Brighter than the sun

Das Lied zu unserer Hochzeit im weiteren Sinne: ich liebe die Strophe „i never seen it, but i found this love i’m undefeated. You better believe i’m gonna treat it better than anything i’ve ever had ‚cause you’re so damn beautiful.“ Das habe ich meiner Trauzeugin erzählt: genau das fühle ich über meinen liebsten!

Sie hat für unsere Hochzeit ein Video erstellt. Ein Zusammenschnitt aus Fotos seit unserer Kindheit über die Jugend und unsere Beziehung und alles mit Musik unterlegt. Sie hat das Lied als ruhige Akustikversion gefunden ohne das Popgedöns nur ihre Stimme und wenige Instrumente im Hintergrund und in das Video gebaut. Ich habe so geweint und mache es auch heute noch, wenn ich das Video anschaue…

5) Marylin Manson – Sweet Dreams

Okay, ja: crazy! Aber jetzt wird es noch verrückter: da ist Daniels und mein Lied 😂🙈 Und um das Kind beim Namen zu nennen: für uns spiegelt es die extreme körperliche Anziehung wieder, die wir die ersten Wochen empfunden haben. Nicht, dass wir es heute nicht mehr tun aber die ersten Wochen/Monate war es wirklich richtig richtig schlimm 😅 Er wollte, dass wir zu diesem Lied den Eröffnungstanz auf unserer Hochzeit machen. Unsere Freunde wissen zwar, dass wir nicht mehr alle Latten am Zaun haben aber das war mir dann doch zu abgedreht und ganz nebenbei: wie hätte ich das meiner damals 75-jährigen Oma erklärt?? 😂

6) Beyonce – run the world

Das Lied habe ich in der höchsten Lautstärke in Dauerschleife gehört auf der Heimfahrt nachdem ich den Anruf bekam, dass ich meinen jetzigen Job kriege. Gott, das war so ein Wendepunkt für mich! Endlich habe ich das Ziel erreicht! Endlich bin ich wieder geistig gefordert und verkümmere nicht länger! Ich werde das nie vergessen: Freitag Nachmittag, ich hab um halb 5 mit meiner Kollegin den üblichen Freitagspiccolo geöffnet weil ich dachte da ruft jetzt eh keiner mehr an und auf einmal 16.43 klingelt mein Handy! Ich bin nach dem Telefonat fast wortlos mit meinen Sachen gegangen oder fast schon gerannt Richtung Parkhaus, wo ich mich heulend auf den Boden gesessen habe und erstmal 30 Minuten lang klar kommen musste. Meine Mama hat mir verboten zu fahren bis ich mich beruhigt habe 😂

7) Wir sind Helden – darf ich das behalten

Hatten wir schon mal… Das Lied zur Kinderwunschbehandlung…

8) Pur – Geweint vor Glück

Ein Lied, das ich mir selbst lange verboten habe zu hören. Ich wollte es zelebrieren. Es dann komplett hören wenn ich mir sicher bin, dass mein Kind dieses mal wirklich lebt und ich wirklich Mutter werde. Und noch heute höre ich es nicht nebenbei: nein! Nur, wenn ich im Auto und in der passenden Stimmung bin. Hilfe, da laufen die Tränen von alleine und da muss ich jedes Mal am Kindskopf rumstreicheln so gut es während der Fahrt geht… sollte es mal eine Compilation zum Thema unerfüllter Kinderwunsch geben: das gehört mit drauf!

9) Glashaus – haltet die Welt an

Uuuuh auch so ein Heullied. Ohne große Worte erklärt sich, zu welchen Erlebnissen es passt… und so manches mal habe ich das Gefühl, dass Cassandra Steen ähnliche Dinge dabei im Kopf hat…

10) Freundeskreis – mit dir

Eins der Lieder, die meine Jugend ausmachen. Die Entdeckung von Liebe und Sex, warme lange durchfeierte Sommernächte mit Bier und Kippen, Küssen die nach Freiheit schmeckten und vielen Ideen und Träumen im Kopf… Noch heute muss ich grinsen und es kribbelt…

11) Chairlift – Bruises

Das Lied lief im Hotel auf und ab als wir auf Santorini waren. Es spiegelt für mich das Feeling der Insel wieder… Wir sind eine Woche lang auf unserem Quad rumgedüst, haben den Wind, die Freiheit und die Weite genossen, der Blick aufs Mittelmeer so strahlend blau dass man manchmal nicht recht wusste, wo das Meer endet und der Himmel beginnt..

12) Alanis Morrissette – Hand in my pocket

Ich liebe Alanis! Es gibt fast kein Lied, das ich nicht mag von ihr, doch dieses ist mein Liebling! Locker, lässig und ich finde mich sehr gut selbst darin wieder.

13) Sportfreunde Stiller – Ich war noch niemals in New York

Das ultimative Fernwehlied! Ausbrechen aus dem Leben! Natürlich nur in der „guten“ Version live mit Udo Lindenberg!

14) Fahrenhaidt & Younotus – enjoy the silence

Malina und mein Lied! Ich habe es immer auf dem Weg zum Frauenarzt gehört. Ich wusste, dass sie ein Mädchen ist als ich im Lied zum ersten Mal bewusst die Stelle „oh my little Girl…“ gehört habe. Es ist mir vorher nie richtig aufgefallen und auf einmal, ich glaube so in der 11. Woche, hörte ich es ganz besonders raus und alles kribbelte!

15) Patti Smith – because the night

Malina wurde während diesem Lied geboren! In dieser Übergangsstrophe kurz nach der Mitte Richtung Ende!

16) Gloria Gaynor – I am what i am

Macht mich glücklich! Jedes Mal! Ich mag mich und ich bin stolz auf mich. So viele Rückschläge, so viele Kämpfe, so viele Arschlöcher und auch wenn ich vieles falsch gemacht habe, habe ich umso mehr richtig gemacht! Es hat ein paar Jahre gedauert um dahin zu kommen, aber ich bin völlig bei mir und mit mir und dieses Lied beflügelt mich.

17) Dido – Mary’s in india

Meine damalige beste Freundin ist nach Australien ausgewandert bzw ursprünglich mal nur zum Work and Travel hingereist. Meinen besten Freund seit Schulzeiten -für beide die erste große Liebe- hat sie zurückgelassen. Als er sie nach wenigen Monaten dort besuchte, machte sie Schluss und brach ihm das Herz. Er war 6 Jahre lang Single danach und als ich ihm einmal an einem Abend, an dem wir Musik hörten und rauchten und tranken, dieses Lied zeigte, heulten wir beide!

18) Wir sind Helden – kaputt

Ein Lied, das leider bei soooooo vielen Familien zutrifft. Mir hat es beim ersten Mal hören regelrecht den Boden unter den Füßen weggerissen…

19) The Goo Goo Dolls – Iris

Ein Klassiker! Ein Universallied für jeden Schmerz! Es passt immer!

20) Kings of Leon – Where is my mind

Es gibt hiervon ein Live Cover von Kings of Leon: sorry, purer Sex! Dieser Mann… keine Ahnung wie er aussieht aber wenn er anfängt zu singen, fliegt bei mir die Sicherung raus 😇

So, 20 ist eine gut Zahl. Hilfe, es gibt soooooooooo viele Lieder die mein Leben begleitet haben und die eine Geschichte erzählen. Ich muss schon schwer aussortieren gerade. Gegebenenfalls sollte ich mal einen zweiten Teil machen 😂😅

Und das schlimme: ich bin erst 30! Wo soll das nur hinführen?

Mein Baby ist kein Baby mehr!

Malinas erster Geburtstag steht nächste Woche Samstag vor der Tür und ich kriege emotional gerade nicht die Kurve: mein Baby ist dann per terminus ein Kleinkind und kein Baby mehr 😭

Eben saß sie ganz vergnügt beim Essen, sucht sich auf ihrem Teller durch munteres umher schieben aus, was sie davon zuerst essen möchte und zwischendrin greift sie zur Trinkflasche, trinkt, stellt sie wieder ab. Alles so koordiniert, so menschlich! Also so erwachsen-menschlich! Wann ist sie auf einmal so groß geworden? Und dabei läuft sie nicht mal. Das macht es glaube ich auch noch mal echt anders und dann ist es wohl noch mal offensichtlicher: sie ist ein eigener kleiner Mensch geworden, der sich mit Gesten und Mimik ausdrückt, die Umgebung auf eigene Faust erkunden kann und nicht mehr von Mami vom Wohnzimmer ins Schlafzimmer getragen werden muss und brabbelt schon jetzt vor sich hin wie eine große. Tausend kleine Dinge, die das Baby immer mehr verschwinden und das Kind erkennen lassen.

Vor einem Jahr war sie soooooo klein, unbeholfen, konnte nur schreien um sich mitzuteilen, bewegen war eine große Anstrengung und war einfach zerbrechlich und vor allem nähesuchend: heute versucht sie sich immer wegzustrampeln wenn ich sie versuche zu kuscheln 😩 mein kleines großes Mädchen…

Eine weitere Sache…

…die mich gerade beschäftigt: mein Gewicht! Ich möchte abspecken!

Toller Vorsatz, ungefähr das 48. Mal, dass ich ihn fasse. Bisher umgesetzt? Noch nie! Ich habe -ohne scheiß- noch nie länger wie 2 Tage durchgehalten 🙈 Ich bin der mit kilometerweitem Abstand undisziplinierteste Mensch aller Zeiten!

So, daher habe ich, obwohl es mich seit Tagen in den Fingern juckt, nichts darüber groß geschrieben. Nun bin ich aber fast 3 wochen dran und so lasse ich es jetzt auch hier miteinfließen:

Vor 2,5 Wochen habe ich das Sophia Thiel Programm gekauft. Nachdem ich alle Daten eingegeben hatte, ging es schon los. Das Programm geht 12 Wochen, die in drei Phasen à 4 Wochen unterteilt sind. Für jede Phase gibt es ein Rezeptbuch und für jede Woche drei Workoutvideos plus zwei Bonusvideos. Soweit so gut!

Phase 1 geht stark in die low carb Richtung: morgens gibt es noch Haferflocken, Quark, Sandwich etc. und ab da dann Mittag, Snack und Abendessen ohne Kohlenhydrate. Erstaunlich: es fällt mir gar nicht schwer! Die Rezepte sind echt gut! Ich habe zum ersten Mal bei einer Diät Rezepte bekommen, die ich wirklich essen möchte und die wirklich gut schmecken! Und die satt machen! Auch mich! Oft schaffe ich den Snack schon gar nicht mehr, weil ich zu satt bin von mittags.

Heute gab es zb 2 Scheiben Eiweißbrot mit Geflügelwurst zum Frühstück. Mittags habe ich für Malina und mich Hähnchen mit Brokkoli, Zwiebel und Paprika gemacht (zugegebenermaßen ein eigenes Rezept aber bis auf ein klein wenig Hühnerbrühe, 1 EL Creme Leger und ein wenig Tomatenmark ist auch sonst nix dran) und gerade gab es ein riesiges Stück Lachs mit Spargel.

Die Workouts sind klasse! Immer nur 20 Minuten, jedes Mal irre anstrengend, sehr effektiv und Muskelkater ist jedes Mal dabei gewesen. Sie passen wunderbar in die Zeit, wenn Malina im Bett ist und mein liebster duschen geht.

Ihr seht: ich bin schwer begeistert!! Erfolge bisher: -3kg, Brust -1cm, Taille -7cm! und Hüfte -5cm 🎉

Noch 1 Woche bis zur 2. Phase: dann gibt’s auch wieder neue Rezepte und auch tagsüber ein paar Kohlenhydrate. Ich bin gespannt ☀️😅

Updates

Heute gibt es zwei Updates zu berichten:

1) Malina

Wir waren heute Vormittag zur u6 mit nun 11,5 Monaten. Erstmal war es beruhigend: unsere bisherige Kinderärztin ist Ende März in Rente gegangen. Ihre Nachfolgerin haben wir heute kennen gelernt: super! Nette, kompetente Ärzti und die Praxis ist auch in hübsche neue Räume umgezogen.

Malina wiegt 10,2kg und misst 73cm. Soweit so gut. Weniger gut: sie ist hinsichtlich der Grobmotorik grenzwertig entwickelt 😢 sie zieht sich nicht hoch, steht nicht und zeigt auch keine Anzeichen dafür… Nun geht es zur Krankengymnastik und in 6 Wochen zur Kontrolle. Glücklicherweise habe ich mich erinnert, dass in einem meiner Babykurse eine Mama war, die Physiotherapeutin ist und der hier ein riesiges Medicenter gehört. Ihre Nummer hatte ich noch und sie antwortete mir auch direkt. Sie schiebt uns ganz zeitnah ein 🎉😃

Mein Mamaherz blutet etwas. Ggf schreibe ich dazu auch noch mal was; ich muss meine Gefühle aber erstmal ordnen…

Dafür was schönes: gestern gab es das erste Eis für sie 😂😂😂

2) Der Garten

Die letzten beiden Tage haben wir drei fast vollständig im Garten verbracht mit der Folge, dass er fast fertig ist ☀️☀️☀️ Der Weg ist komplett mit Kies gefüllt, die ersten Pflanzen haben ihren Platz, das Unkraut ist bis auf die Malina-Ecke und den kleinen Kreis vor der Terrasse komplett weg und wir müssen nun nur noch die Erde aus ihrer Ecke fertig unkrautfrei verteilen. Dann kann der Sandkasten kommen!! Gestern Abend habe ich mich noch in ein riesiges Bällebad verliebt, das wohl auch unten einzieht 😅

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Und weils so schön war hier noch ein paar Bilder vom Wochenende:

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Zeit zu reflektieren!

So, da wären wir wieder. Malina schläft den Schlaf der Gerechten neben mir und ich grübele. Ich grübele schon seit heute Vormittag. Der Anlass ist der, dass ich den Link zu diesem Blog in ein Forum gepostet habe und mich nun eine andere Mama fragte, ob ich meinen Eintrag zum Thema Mütter von 23+0 immer noch so sehe. Und diese kleine Frage löste Großes aus. Ich hoffe es wird nicht zu unstrukturiert; momentan weiß ich selbst noch nicht auf wieviele Themeninseln mich das bringen wird.

Nehmen wir die Aussage, dass ich es unmöglich fand, wie mir andere Mütter noch in der Schwangerschaft erzählten, ich werde bestimmt keine Zeit mehr für Sport haben, sondern abends kaputt ins Bett fallen. Meine erste Reaktion musste auch direkt gepostet werden (mit erst denken, dann sprechen/schreiben habe ich es bekanntermaßen nicht so 😅). Aaaaaalles easy! Ich hab super viel Zeit für mich und alles ist total entspannt.

Haha, hier kommt der Witz: nein! Also ja, schon. ABER: ich habe keine Ahnung wieviele Monate mein Kind als „Belastung“ empfunden. Ständig habe ich meinem Mann mein Leid geklagt und mich wehleidiger denn eh und je mit dramatischem Abgang ins Schlafzimmer verkrümelt, wenn er heim kam. Gott, was war das alles anstrengend. Und das nächste „haha“: war es nicht mal wirklich.

Schlicht zusammengefasst: ich stand mir einfach selbst im Weg. Eigentlich seit der Geburt. Wenn man die psychischen Aussetzer in der Schwangerschaft mit dazu nimmt, war ich schätzungsweise im Januar 2015 das letze mal bei klarem Verstand. Klar im Sinne von: hier habe ich zuletzt rational und vernünftig gedacht und gehandelt.

Rückblickend alles total logisch und klar und warum war ich nur so komisch? Guess what: ich bin es immer noch! Ja! Ich denke immer noch irrational und komisch und wisst ihr woher ich das auf einmal weiß? Weil ich letzte Woche noch versessen darauf war, Malinas Tag strikt in Zeiten zum Essen und schlafen einzuteilen. Einteilen klingt erstmal gut: geregelte Dinge geben mir Sicherheit! Und so lebte ich nun einige Wochen mit Blick auf die Uhr um herauszufinden ob das kind jetzt Hunger hat oder müde ist. Ja, der Fehler liegt ganz klar auf der Hand: Malina hat nichts Hunger weil jetzt 11.30 ist und wenn sie danach 45 Minuten zum einschlafen braucht, dann nicht um mich zu ärgern (Ooooh wie oft war ich sauer auf sie für ein paar Minuten wenn sie einfach nicht schlafen wollte) sondern weil sie halt einfach nicht müde war. Klingt total logisch, ne? Und letzte Woche bin ich dennoch mit erhobenem Haupt durch die Welt spaziert: alles super easy! Hab’s voll im Griff! Bin ich ne tolle Mutter; weiß gar nicht warum sich alle so anstellen.

Und heute stelle ich beim Gedankenspaziergang zur eigentlich lapidaren Frage „siehst Du die Dinge noch genauso wie in der Schwangerschaft“ fest, dass ich mich selbst ziemlich verrückt finde im Rückblick. Was hab ich mir denn dabei gedacht? Ich kam mir jedenfalls total normal vor und heute, wenige Tage später, ist der Blick wieder geändert. Wer weiß, wie ich nächste Woche empfinde…

Also ist vielleicht die Frage gar nicht, warum ich eigentlich nicht mehr vernünftig denke, sondern stattdessen: warum stresse ich mich ständig ja alles im Griff zu haben? Und wenn ich denke alles geregelt und im Griff zu haben, habe ich es rückblickend doch nicht. Oder doch? Ist es vielleicht genau das, was mich so daran stört? Dass ich nicht weiß, wie ich sein muss und was ich eigentlich will? Dass ich so unsicher durch diese Mama-Welt laufe, dass ich mich mit Selbstkontrolle messe und funktioniert Malina ohne Probleme, dann mache ich alles richtig? Ja, kann sein.

Die Rolle als Mama fordert mich jeden Tag. Erst schrieb ich „überfordert“ aber das trifft es nicht so richtig. Es ist kein simpler Job. Es ist ständig in Veränderung, da das Kind sich nunmal permanent verändert. Gegebenenfalls liegt auch hier wieder mein Problem: läuft alles rund, mache ich mir die nächsten Gedanken. Sollte sie nicht längst Familienkost mitessen? Sollen wir vielleicht doch mal zur physio? Ständig im Drang zu optimieren. Nicht mal zwingend Malina, sondern vielmehr die Situation. Ich messe mich und meinen Erfolg daran, dass Malinas Entwicklung zu 100% perfekt verläuft. Aber ob das so gesund ist? Klares Nein!

Ihr seht: ich schweife total ab von der Ursprungsfrage. Das Thema ist echt ein Auslöser für irre viele Gedanken und dazu kommt wohl noch mehr als dieser eine Beitrag. Das hier ist die erste Arbeitsversion meiner skurrilen Gedanken. Je nachdem wieviele solcher merkwürdigen Gedankenspiele hier noch folgen, schreibe ich am Ende eine Zusammenfassung wie ich nun wirklich dazu stehe. Und da direkt das nächste Problem: am Ende.. welches Ende? Wenn ich heute schon bescheuert finde was ich die letzten Wochen gemacht habe (von den Monaten davor mal abgesehen!), wie soll ich dann jemals ein vernünftiges Resümee ziehen? Wann ist „das Ende“?

Beurteilen wir also mal ganz strukturiert per heute:

Ja, ich habe jetzt gerade genug Zeit für mich, mache Sport, habe Freundschaften wiederbelebt für die ich lange keine Zeit hatte und finde alles dufte. Das Problem ist: das habe ich eigentlich schon von Beginn an. Ich wollte es aber auch schlicht nicht so sehen.

Dazu zwei Dinge:

1) Alle leiden, also leide ich mit.

Schon in der Schwangerschaft (oh, der Kreis hierzu schließt sich!) und auch nach der Geburt litten alle Mütter um mich herum. Alles so anstrengend, schläft nicht, stillen geht nicht, weint so viel blablablubb. Ja und in der Tat: bei uns lief auch einiges erstmal sehr unrund. Für mich typisch wäre es gewesen, ich hätte nach den ersten Schwierigkeiten gesagt: „super, läuft doch jetzt. Dann können wir jetzt happy sein.“ nein! Als Mama mit ganz jungem Baby muss es anstrengend sein sonst stimmt was nicht. Okay gut, dann setzte ich mich mal mit in diesen Whirlpool des Leidens und jammere mit.

Letztlich habe ich vor lauter Mitleiden aber nicht gesehen, wie sagenhaft gut es bereits hier lief. Ich konnte eigentlich nach ein paar Wochen echt jeden Morgen in Ruhe duschen und frühstücken während sie schlief, sie schrie wenig und war eigentlich zufrieden und entspannt. Nur ich halt nicht. Mitten im Jammermodus war für mich klar: mein Leben ist vorbei! Alles richtet sich nach dem Kind! Wie anstrengend! Sie hatten alle sooooo recht!

So, und jetzt wo ich das mal so ganz bewusst reflektiere spiele ich mit dem Gedanken in die Küche zu gehen und mir eine Bratpfanne selbst mitten ins Gesicht zu donnern. Wie sagenhaft dämlich war ich denn bitte?

Das „alte ich“ (dazu muss ich definitiv noch mal in einem weiteren Beitrag eingehen!) hätte gesagt: hör auf rumzuheulen. Du wolltest ein Kind, da ist es. Wusstest du doch vorher, dass es nicht auf die Welt kommt und direkt fix und fertig zum studieren auszieht. Ist halt Arbeit so einen kleinen Menschen auf der Welt zu empfangen und ihm eine sichere Basis zu bauen. Nimm’s hin und halt die Schnauze.

Und 2): es ist halt nicht mehr wie vorher!

Ich habe lange gebraucht um diese krassen Veränderungen durch das Mutterdasein anzuerkennen. Es gibt halt nicht mehr 24 Stunden am Tag Zeit für mich, die ich lockerlustig frei gestalten kann wie ich will. Da gibt es jetzt eine Person mehr, um die ich mich kümmern muss. Meine Erwartungshaltung war -auf gut deutsch gesagt- fürn arsch! Statt mir kleine Inseln als Auszeit zu suchen, war ich direkt auf der Suche nach einem neuen Kontinent. Klar gibt es den nicht!

Ich hätte es wie eine neue Wohnung sehen müssen: alles eine neue Umgebung. Kauf dir ein paar Kissen und ein paar Blumen, mach’s dir gemütlich und hör auf der alten Umgebung nachzutrauern.

Ihr seht in Selbstkritik bin ich super: hätte, hätte, hätte. Hab ich aber nicht! Manchmal nervt es mich, dass ich meine elendige Besserwisserei auch immer bei mir selbst anwende. Schizophren, oder? Auf meiner Schulter sitzen nicht Engelchen und Teufelchen sondern ein monströser Schlaubischlumpf, der mir ständig erzählt was ich hätte anders oder besser oder sonst wie machen können.

So, Fazit zur Frage: alles ist anders gekommen wie ich es erwartet habe. Meine Sicht auf mein Leben und die Gestaltung meines Alltags als Frau, Mutter, Freundin, Ehefrau hätte anders laufen können. Ja, es ist anstrengend an vielen Tagen. Ja, an vielen Tagen langweile ich mich trotzdem. Ja, manchmal verfalle ich zurück in die „oh Gott ich habe keeeeeine Zeit und alles ist so furchtbar“ Lethargie und finde Mutter sein ist der anstengendste Job überhaupt. Ja, am nächsten Tag finde ich das dann schon wieder verrückt und bin total ausgeglichen und happy.

Alles ist anders. Das ist gut so! Mein Leben ist wunderbar, nur an meiner Sichtweise hapert es desöfteren ❤️

 

 

 

Ein neues Projekt

Unser momentanes Projekt: unser Garten! Als wir unsere Wohnung vor drei Jahren gekauft haben, konnten wir hinter unserem Haus Gartenfläche als Sondereigentum erwerben. Gesagt, getan. Ja, super: das war es dann aber auch erstmal 😂

Im ersten Jahr sind wir im April eingezogen: andere Dinge waren wichtiger zumal wir ja auch eh noch einen Balkon haben

Im zweiten Jahr standen wir mitten in der Kinderwunschbehandlung und jeder Cent ging dorthin.

Im dritten Jahr (also letztes Jahr) hat Daniel seine Elternzeit genutzt und zumindest Terrasse und Mauer samt Mähkanten angelegt. Ja, und das wars. Zu mehr reichte seine Zeit nicht, dann war es wochenlang extrem heiß und zwischendrin war Malina so scheiße drauf, dass ich mich mit ihr eh nicht dorthin getraut hätte.

Und dieses Jahr gehen wir das Projekt Garten schwer produktiv an! Mag auch daran liegen, dass wir uns so sehr auf einen eigenen Sandkasten und ein Planschbecken für Malina freuen, Grillabende und allgemein schöne Stunden am Wochenende zu dritt draußen!

Vor zwei Wochen haben wir losgelegt. Der Weg hat sich zu 3/4 mit Kies gefüllt, das Unkraut in zwei der Beete ist weg, Möbel stehen zum Aufbau bereit im Keller und heute gingen wir wieder ein Stück weiter Richtung Sommergartentraum: Daniel konnte früher Feierabend machen, wir haben ihn abgeholt und den Baumarkt mit 20% auf alles Aktion geentert. 13 Pflanzen stehen nun temporär auf unserem Balkon, die darauf warten am Wochenende eingepflanzt zu werden: eine schöner wie die andere 😍

so, und das ist der Status quo samt Anmerkungen was noch so passieren soll:

 

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Und weiter geht’s..

schon seit einigen Tagen, wenn nicht sogar Wochen, überkommt mich regelmäßig der Wunsch etwas zu schreiben, was so tagsüber passiert oder was mich so umtreibt. Bislang sah es zeittechnisch nur immer so Mau aus dank Malina, dass ich erst abends dazu gekommen wäre und zack war ich zu müde. Doch nun hat sich vieles eingependelt und ich habe wieder echt einige Zeit für mich.

momentan sitze ich mit iPad und Kaffeetasse auf meinem Bett, neben mir die Schlumpeline am schlafen.

um es vorweg zu nehmen: uns geht’s gut! So richtig gut!

malina ist suuuuper entspannt und ausgeglichen, ständig am lachen und Blödsinn machen: es wird jeden Tag schöner mit ihr. Nach doofen ersten Monaten, Durststrecken voller Genörgel ihrerseits und extrem viel Unsicherheit meinerseits, hat sich so seit Anfang Januar etwa alles peu a peu eingependelt. Ich habe zu dem Zeitpunkt abgestillt, sie hat einen Beikoststart innerhalb von zwei Wochen hingelegt (nix mit eine Woche Gemüse, eine Woche Gemüse-Kartoffel usw) für alle drei Mahlzeiten und nachts gibt’s eine Flasche. Sie hat kurz darauf die ersten zwei Zähne bekommen und vergangene Woche auch den dritten. Dadurch isst sie inzwischen sehr viele „normale“ Dinge, wie morgens ihr Brot oder unterwegs Obst, Fleischwurst an der Wursttheke usw. Es ist viel lockerer und leichter mit ihr unterwegs zu sein dadurch.

sie robbt seit ca zwei Wochen. Ja, Robben. Kein krabbeln, kein hochziehen, kein alleine hinsetzen. Ist nicht schlimm: dafür isst sie mäkelfrei alles, schläft 9-12 Stunden durch, lacht den ganzen Tag und quasselt den halben Tag 🙂 man kann halt nicht alles haben…

ich selbst bin inzwischen echt richtig angekommen in meinem neuen Leben. Ja, doch schon nach fast einem Jahr 😉 nein im Ernst: es waren echt krasse Monate dabei und mich hat vieles echt aus der Bahn geworfen und mit einigen Dingen konnte ich mich erst echt spät arrangieren. Doch nun ist alles blendend. Was schade ist: Mitte Mai geht schon die Eingewöhnung in der Kita los, ab Juli geht sie jeden Tag von 8 bis 14 Uhr dorthin und ich wieder arbeiten. Wie die Zeit vergeht…

ich schreibe die nächste Zeit wieder mehr und Berichte von unserem Alltag. Dann wird es auch strukturierter wie dieser Beitrag hier 🙂

 

3 Monate!

So, heute vor drei Monaten hat unsere Malina unser Leben auf den Kopf gestellt.

Puh, eigentlich könnte ich ja wie beim 2-monatigen wieder ein Fazit ziehen, aber leider bin ich zu müde.

Ein paar Fakten und Eckdaten zu ihr, zu mir, zu uns:

– lacht und jauchzt wie blöd inzwischen (😍)

– postpartale Depression meinerseits auf dem Weg der Besserung (😢)

– Kopf heben klappt!

– der Esel im Spielbogen wird von ihr totgequatscht (zuckersüß!!!!)

– osteopath haben wir nun auch hinter uns: Ergebnis ist ein Schiefhals und eine Blockade der Halswirbel

– passend zum 3-monatigen hat sie heute die erste Nacht mit 7 Stunden am Stück durchgeschlafen (ab 6 Stunden zählt es als durchschlafen auch wenn das aufwachen heute früh um halb 4 war…)

– abends schlafen gehen klappt seit Beginn an super!

– stillen ist immer noch super! 

– um mir mehr Möglichkeiten zu geben, gibt es ab sofort künstliche Milch extra zu entsprechender Gelegenheit (1 Nacht die Woche und wenn ich sie mal bei meiner Mama abgebe – also alles halb so wild!)

– hin und wieder gönne ich mir abends ein Glas Sekt wenn es besonders anstrengend war und ich weiß, dass zur Not abgepumpte Milch im Kühlschrank steht 

– unsere Beziehung geht auch endlich bergauf! Wir wollen uns schon seit zwei Wochen nicht mehr scheiden lassen 😂🎉🙈

So, natürlich passend zum Glas Sekt ist sie gerade aufgewacht… oh weh 😢